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Umfassende Korrektur des deutschen Tierversuchsrechts gefordert – bmt appelliert an Tierfreunde die neu eingestellte Bundestagspetition zu unterzeichnen

Der renommierte Tierschutzjurist Dr. Christoph Maisack (tätig derzeit in der Stabstelle Tierschutz des Landes Baden-Württemberg), hat im Januar 2016 in einem mehr als 100 Seiten umfassenden Rechtsgutachten auf erhebliche Defizite bei der nationalen Umsetzung der europäischen Tierversuchsregelungen hingewiesen.

Insgesamt 18 Regelungen zum Schutz der Tiere wurden nicht oder nicht ausreichend in das deutsche Recht umgesetzt. Die Auswirkungen für die Tiere sind teilweise erheblich. So wird bspw. „Angst“ – im Gegensatz zum europäischen Recht – in Deutschland bislang nicht als Belastungsfaktor berücksichtigt. Auch schwer belastende Tierversuche sind weiterhin möglich, obwohl Deutschland die Möglichkeit und aufgrund der Staatszielbestimmung des Tierschutzes sogar die Verpflichtung gehabt hätte, diese generell zu untersagen. Deshalb sind bspw. grausame Schwimmtests von Ratten erlaubt, die das Ertrinken der Tiere simulieren sollen.

Die Tierschutzverbände bmt, Tasso und Ärzte gegen Tierversuche haben mehrfach – bislang vergeblich – die Bundesregierung aufgefordert, diese Missstände zu beseitigen. Nun hoffen wir, dass möglichst viele Tierfreunde sich dieser Petition anschließen, damit der Petitionsausschuss die nationalen Regelungen im Tierversuchsbereich noch einmal kritisch prüft – und so unsere Hoffnung, auch eine Korrektur in die Wege leitet.

Petition 69364: Tierversuche – Überarbeitung der Regelungen zu Tierversuchen zur Beseitigung von Verstößen gegen EU-Richtlinien vom 09.01.2017

https://epetitionen.bundestag.de/content/petitionen/_2017/_01/_09/Petition_69364.html

Das komplette Gutachten von Dr. Maisack können sie hier herunterladen.

Schwimmtest