Ratgeber -Kaninchen - Die Kleinen mit den großen Ansprüchen
Die Kleinen mit den großen Ansprüchen
Wie Sie Ihre Kaninchen glücklich machen…
Das Kaninchen sitzt im Kot, keine Einstreu, kein Heu, kein Stroh, kein Wasser, kein Grünfutter, nur verschimmeltes Brot. Durch Zufall habe, wir die drei nebeneinander stehenden Käfige auf dem Versorgungsgelände eines Seniorenheims in Berlin/Wannsee entdeckt. Die Ausscheidungen in zwei Käfigen zeugen davon, dass hier bis kurzem Kaninchen gelebt haben müssen – doch einzig der mittlere Käfig ist noch besetzt. Sie hätten kürzlich tote Kaninchen in der Mülltonne gefunden, erklären uns die Kinder von Nachbarn später.Wir fordern umgehend eine Erklärung von der Pflegedienstleistung und bieten an, um dem Tier schnellstmöglich zu helfen, auf eine Anzeige beim Veterinäramt zu verzichten, wenn dem bmt das Tier übereignet und auf die weitere Haltung von Kaninchen verzichtet wird. Die Pflegedienstleitung versichert, dass sie nicht wisse, warum dieses Tier von den Mitarbeitern des Seniorenheims so vernachlässigt wurde. Ein Einzelfall? Nein, wie die Erfahrungen von Tierärzten und Tierschutzorganisationen zeigen: Kaum ein Kaninchen wird artgerecht gehalten – die Missstände in der Kleintierhaltung sind gravierend. Gesetzliche Regelungen zu Mindestanforderungen für die Haltung von Kaninchen, wie z.B. in der Schweiz, gibt es in Deutschland bislang nicht. Von Claudia LotzDa sitzen sie in ihren kleinen Käfigen in Baumärkten, Gartencentern und im Zoofachhandel: Kleine, wuschelige Knäule mit Kulleraugen, oft viel zu früh von der Mutter fortgenommen, um bei den Käufern den Beschützerinstinkt zu wecken und zum Spontanerwerb zu verführen. Kaum ein Elternteil widersteht dem Kinderwunsch nach einem Kleintier, wenn die Mädchen und Jungen hoch und heilig versprechen, sich die nächsten Jahre zuverlässig um den neuen Freund zu kümmern.
Und weil das Tierchen Platz in der Hand findet, scheint auch ein Käfig von begrenzten Ausmaßen zu reichen. „Nehmen Sie halt nur eines, dann wird es nicht zu eng“, raten nicht selten Verkäufer und weisen darauf hin, dass es sich ja um ein klein bleibendes Zwergkaninchen handele.
Doch viele im Handel als vermeintliche Zwergkaninchen angebotene Tiere wachsen und wachsen – und spätestens dann wird den neuen Besitzern klar, dass es sich um ein (bis zu sechsfach größeres) Kaninchen handelt. Der Käfig, ohnehin nicht zur Dauerhaltung geeignet, wird zum beengten Gefängnis auf Lebenszeit für das einsame Kaninchen.
Die Kinder, genervt vom täglichen Füttern, Saubermachen, der Schreckhaftig- und mitunter sogar Bissigkeit des zur tödlichen Langweile verdammten Tieres, verlieren schnell das Interesse. Und die Eltern, die ohnehin der Anschaffung oft nur widerwillig zugestimmt hatten, fühlen sich in ihrer Vorahnung bestätigt.
Die Leidtragenden, wie immer in solchen Fällen, sind die Tiere. Das Kaninchen wird verlegt – und zwar dorthin, wo es nicht mehr stört, in den Keller, den Schuppen, die Garage, auf den Balkon oder Dachboden. So ist das Problem mit der Geruchsentwicklung gelöst, der Käfig mit seiner lästigen Einstreu verschwunden, und dieser Umzug käme sogar der Natur des Tieres entgegen, beruhigt sich die Familie, hatte nicht der Verkäufer betont, wie robust und anspruchslos Kaninchen in der Haltung seien?
Und so hockt das enthusiastisch angeschaffte Kaninchen im heißen Sommer in seinem Käfig und genauso bei Minusgraden, es übersteht Regen, Wind, Schnee und Sonne. Es über-lebt, aber es lebt nicht nach seinen arteigenen Bedürfnissen – und das 24 lange Stunden am Tag, zwölf ewig währende Monate im Jahr.
Wie seine Urahnen, die Wildkaninchen, brauchen die kleinen Zwergkaninchen und seine größeren Brüder als wichtigste Bedingung zum Wohlbefinden Artgenossen. Wildkaninchen leben revierbezogen in Familienverbänden mit strengen Hierarchien – Einzelhaltung für diese geselligen Tiere ist eine Isolationshaft, die sie häufig mit ihrem frühen Tod quittieren.
Gut gehaltene Kaninchen (z.B. im strukturierten, weitläufigen Außenfreigehege), die ihre arttypischen Verhaltensweisen wie Sozialkontakte, Hoppeln, Graben, Springen, Höhlen bauen, Nagen und Futtersuche rund um die Uhr ausleben dürfen, können älter als zehn Jahre werden und dabei fit und gesund bleiben. Anders die Käfigkaninchen: Sie sterben oft früh oder leiden während ihrer beengten Gefangenschaftshaltung an Gesundheits- und Verhaltensstörungen.
Fast alle Kaninchen, die auf den unterschiedlichsten Wegen (Beschlagnahmung, Abgabe, Fundtier etc.) ins Tierheim kommen, sind unterernährt, haben eine durch Bewegungsmangel verkümmerte Muskulatur und zu lange Krallen, Hautekzeme, lang oder schief gewachsene Zähne aufgrund fehlender Nagematerialien, sind von Parasiten befallen – und weisen im schlimmsten Fall sogar frische oder alte Brüche auf.
Vielen Kindern springt das verschreckte Kaninchen aus dem Arm, wenn es unbeholfen gehalten oder gar hin und her getragen wird. Oft merken die jungen Tierbesitzer nicht, dass sich der Nager verletzt hat, weil sie ohne entsprechende Anleitung ihrer Eltern kaum in der Lage sind, Bedürfnisse und Krankheiten der Tiere zu erkennen. Und so kann es passieren, wie vor Jahren im bmt-Tierheim Köln-Dellbrück geschehen, dass ein empörter Vater ein Kaninchen mit einem Beinbruch gegen ein gesundes „umzutauschen“ versucht, weil er nicht zu akzeptieren bereit ist, dass der Unfall unter den Augen seiner Kinder geschah.
Für die bmt-Tierheime ist die – seit Jahren laufend zunehmende – Aufnahme von Kaninchen (und anderen Kleintieren) eine finanzielle, personelle und räumliche Belastung. Fremde Tiere zu vergesellschaften, ist bei den in hierarchischen Sippen lebenden Kaninchen oft schwierig und bedarf großer Geduld seitens der Besitzer. Im Tierheim fehlen Platz und Zeit, um eine Vergesellschaftung mehrerer fremder Tiere aufwändig zu begleiten. Und so bleibt den Mitarbeitern nur die Möglichkeit, die Tiere auch hier in Käfigen unterzubringen, nachweislich verträgliche Tiere gemeinsam zu setzen, und zu hoffen, dass die kleinen Schützlinge bald ein schönes Zuhause finden.
Fehlendes Wissen sei der Hauptgrund für die verbreitet schlechte Haltung von Kaninchen, sagt die Schweizerin Ruth Morgenegg. In ihrem viel beachteten Ratgeber („Artgerechte Haltung – ein Grundrecht auch für (Zwerg-) Kaninchen“) appelliert sie an die Leser, ihren Kleintieren einen Lebensraum zu ermöglichen, der sich an ihren natürlichen Bedürfnissen orientiert.
Nach den Erfahrungen, die die Ehefrau eines Tierarztes seit Gründung ihrer „Nagerstation“ gemacht hat, wisse ein Großteil der Tierhalter schon, was Kaninchen und Meerschweinchen zu einem arttypischen Leben bräuchten. Dass sie dennoch in der Praxis nicht bereit seien, ihren in Obhut genommenen Tieren eine artgerechte Haltung zu bieten, läge oft an Bequemlichkeit, Zeitmangel oder Gleichgültigkeit.
„Es hat doch alles, was es braucht“, argumentieren viele Kaninchenbesitzer mit Blick auf das „geruhsame Leben“ des domestizierten Tieres. Keine Fressfeinde, keine aufreibende Nahrungssuche, kein Kräfte-zehrendes Graben von Wurfhöhlen mehr – statt dessen gäbe es Futter satt und die Sicherheit gratis dazu. Dass dem Kaninchen damit alles genommen wird, was sein Leben ausmacht, vermögen wahrscheinlich nur sensible Menschen zu erkennen. Wer Tiere um ihrer selbst willen respektiert, wird immer versuchen, ihre Grundbedürfnisse in der Haltung zu erfüllen.
Wie selten gerade Kleintiere das Glück haben, auf Menschen zu treffen, die mit Verantwortung und Achtung vor dem Lebewesen an die Tierhaltung herangehen, sieht man allein schon auf Spaziergängen. Auf Terrassen, in Gärten und Schrebergärten stehen die kleinen Holzverschläge für Kaninchen, zum „Witterungsschutz“ dicht an Haus- oder Schuppenwand gestellt.
Dreiseitig geschlossen, vorne ein engmaschiges Gitternetz bietet der Käfig keine Möglichkeit zur Gemeinschaftshaltung, Bewegung, Deckungssuche, zum Hoppeln, Laufen, Springen, Graben und Aufrichten. Die Tiere sind verdammt, auf ihrer durch Regen, Schnee und Tau feucht gewordenen Einstreu zu sitzen – und sie sitzen da so lange, wie es ihre Gesundheit zulässt. Oft verkümmert dabei die Muskulatur der von Natur aus aktiven, bewegungsfreudigen Tiere und leidet die Seele unter der Langweile, die flüchtige Streicheleinheiten und lieblos hingeworfenes Futter nicht vertreiben mögen.
Allein bei der Fütterung herrscht viel Unwissenheit vor, beklagt die Expertin Ruth Morgenegg. Kaninchen sind Rohfaserfresser und müssen 24 Stunden am Tag freien Zugang zu frischem Heu haben. Frisch heißt: nicht gelb, nicht braun und nicht staubig, muffig oder schimmelig – doch welcher in der Stadt lebende Kaninchenhalter ist ernstlich bereit (und in der Lage), seinen Kleintieren regelmäßig gutes Heu vom Bauernhof zu holen?
Dabei ist frisches Heu – neben Wasser, Obst, Gemüse, frischen Pflanzen und Energie-spendenden Nüssen und Samen – die Basis der Ernährung. Kaninchen sind Rohfaserfresser, die in freier Wildbahn bis zu 80 Mal ihre Futterplätze aufsuchen. Weil ihr Magen klein und schwach bemuskelt ist, müssen sie (ähnlich wie Pferde und Meerschweinchen) ständig kleine Mengen an rohfaserreicher Kost zu sich nehmen, um den Mageninhalt mechanisch durch die Futtermengen weiter zuschieben und so die Verdauung in Gang zu halten.
Entgegen ihrer Veranlagung, den Großteil des Tages mit Nahrungsaufnahme zu verbringen, bekommen die meisten Kaninchen einmal täglich die gesamte Ration vorgesetzt. Richtig dagegen wäre die morgendliche Fütterung von Heu (und frischem Wasser), um die Verdauung anzukurbeln, gegen Mittag Grünfutter wie u.a. Karotten, Fenchel, Löwenzahn, Gras, Kräuter, Salate und abends Körner (Mais, Sonnenblumenkerne etc.).
In den kalten Monaten brauchen Kaninchen mehr Körnerfutter als im Sommer, weil der Energieverbrauch weitaus höher ist. Tragen die Tierhalter den gesunkenen Temperaturen bei der Fütterung nicht Rechnung, kann es passieren, dass die Kaninchen ohne ihre schützende Speckschicht im Winter verenden. Dem geht oft eine lange, unbemerkte Leidenszeit voraus: Durch Zittern suchen die zur Bewegungslosigkeit verurteilten Tiere ihre Körpertemperatur aufrecht zu erhalten oder unternehmen verzweifelte Versuche, sich schützende Höhlen zu graben – ein vergebliches Unterfangen in den herkömmlichen Käfigen mit stabilen Böden.
Im Herbst beginnen Kaninchen, die artgerecht in Außengehegen leben können, ihr verzweigtes Gangsystem mit Heu auszupolstern. Familie Mette aus Berlin/Wannsee merkt an ihren Tieren, wann der Spätsommer endgültig seine letzten Sonnentage schenkt. Twix und Bounty, ihre beiden Kaninchen-Senioren, beginnen eifrig Heu zu sammeln und in ihre Höhle zu verschieben, um so bestens isoliert die Wintermonate zu überstehen.
Als die Eltern dem Wunsch ihrer drei Kinder nach Kleintieren nachkamen, war von vornherein klar, dass sowohl Kaninchen als auch Meerschweinchen ihren Bedürfnissen entsprechend leben sollten. „Wir wollten sie nicht im engen Käfig vegetieren lassen“, sagt Frau Mette, die mit ihrem Ehemann einen Wochenplan für die Betreuung der Schützlinge aufstellte. Jede Woche ist ein Kind mit der Versorgung an der Reihe und übergibt jeweils am Sonntag an die Geschwister mit dem Hinweis, ob Futter nachgekauft werden muss oder Auffälligkeiten festgestellt wurden.
Die drei mittlerweile jugendlichen Geschwister sind mit der Verantwortung für Tiere aufgewachsen und haben in ihren Eltern Gesprächspartner gefunden, die ihnen die Fürsorglichkeit und den Respekt vor allen Lebewesen vorleben. Kein Wunder, dass sich selbst Malou, die Weimaraner Hündin der Familie, als Freundin der Kaninchen und Meerschweinchen versteht und unter gar keinen Umständen, einen der Nager auch nur erschrecken würde.
So gibt es glücklicherweise auch positive Beispiele in der Kleintierhaltung – und wir hoffen, dass auch für unser Berliner Kaninchen bald bessere Schnuppertage anbrechen. Lotta, so heißt die Kaninchendame jetzt, war unterernährt und schon gefährlich dehydriert, als wir sie sofort nach ihrer Rettung einer Tierärztin vorstellten. Sie war nicht sicher, ob das Tier die Nacht überstehen würde – doch die lebensfrohe Lotta wollte und wartet jetzt im Tierheim Arche Noah in Stuhr auf liebevolle Menschen, die Freude daran haben, auch Kaninchen glücklich zu machen…
Kaninchen und ihre Grundbedürfnisse- Niemals Einzelhaltung: Kaninchen sind sehr gesellig. Sie leben in großen Gruppen und sind stark aufeinander bezogen. Achtung: Meerschweinchen sind keine Partner für Kaninchen – die Arten haben ein grundverschiedenes Sozialverhalten!
- Käfighaltung ist Gefangenschaft: Die Haltung in herkömmlichen Käfigen wird dem Drang nach Bewegung nicht gerecht. Kaninchen müssen springen, hoppeln, schlagen Haken, sich aufrichten und Sprünge machen können
- Wichtiger Nagetrieb: Bei Kaninchen wachsen die Zähne (wie unsere Nägel) und brauchen den Abrieb durch Nagematerialien wie Äste, Rinden und Wurzeln
- Kaninchen sind Höhlenbewohner: Seit Urzeiten ist in Kaninchen der Grabetrieb angelegt; in freier Wildbahn schützen sich die Tiere durch verzweigte Gangsysteme vor Fressfeinden und der Witterung
Die Haltung im Außengehege muss - ein- und ausbruchssicher sein: Das Gehege muss mit engmaschigem Maschendraht gedeckt und ca. 50 cm senkrecht in die Tiefe durch ein Gitter geschützt werden
- in der Nähe des Hauses stehen, von mindestens zwei Seiten einsehbar, besonnt und schattig sein
- groß genug sein, damit ein strukturiertes Areal für die Tiere geschaffen werden kann. Richtlinie: ca. 6 qm für 2-3 Kaninchen
- hoch genug für eine aufrecht stehende Person, die füttert und säubert
- folgende Einrichtungsgegenstände enthalten: Futterecke, gut belüftete, wetterfeste Schlafhütte, erhöhte, geschützte Fläche, hohlen Baumstamm oder Röhre, Naturmaterialien wie Äste, Wurzelstöcke etc. und Erdhügel oder Haselstrauch
Krankheiten sind Hilferufe an die Menschen!- Magen/Darm-Störungen: Bei falscher Ernährung (zu wenig Heu) gerät die Darmflora durcheinander; Kaninchen können keine Gärgase (wie z.B. Wiederkäuer) ausstoßen, darum ist ihre Anfälligkeit für Gasbildungen (gefährliche Trommelsucht) so hoch
- Analregion: Verschmierungen können auf Parasitenbefall (u.a. Fliegenlarven) hindeuten. Durchfall ist immer ein Warnzeichen und Hinweis auf: Ernährungsfehler, Darmparasiten, Stress, Zahnprobleme, verdorbenes Futter, veralgtes Wasser
- Regelmäßige Kontrolle von Gewicht und Fell (Krusten, Haarausfall)
- Zähne: Ein feuchtes Maul kann auf Zahnprobleme hinweisen. Die Zähne von Kaninchen wachsen ca. 1mm/Woche und reiben sich beim Kauen nur ab, wenn das Futter vielseitig und Nagematerialien vorhanden sind. Bei langen bzw. Zahnfehlstellungen können die Tiere bei vollem Napf verhungern!
- Krallen: In Außenhaltung mit ausreichend Beschäftigung auf Naturboden bleiben die Krallen kurz – nicht in beengter Käfighaltung
- Ohren: Kontrolle auf Milben im Innenohr
Ernährung – Basis für ein gesundes Leben- morgens frisches Heu und Wasser (Vorsicht mit Trinkflaschen, hier bilden sich Algen an der Flasche, leicht zu erkennen an den grünlichen Verschmierungen)
- mittags Grünfutter: Karotten, Fenchel, Apfel (reguliert Verdauung), im Sommer Löwenzahn, Gras, Kräuter, im Winter Lattich, Grünkohl, Salat. Außerdem: Birne, Broccoli, Futterrüben, Sellerie, Spinat, Chicoree
- abends Körnerfutter: Mais, Sonnenblumenkerne, Erdnüsse etc. Achtung: Erhöhter Energiebedarf im Winter, Zufütterung von trockenem Brot nur bei kranken und abgemagerten Tieren
- Nagematerialien: Rottannenäste, Obstbaum-, Buchen- und Haselnusszweige
Abbildung Ratgeber Ruth Morgenegg
Mehr Informationen finden Sie unter www.nagerstation.ch und in allen bmt-Tierheimen (www.bmt-tierschutz.de)